Jan 02

Als Chillum oder Shillum bezeichnet man nicht nur das Senkrohr einer Bong mit oder ohne Köpfchen , sondern eigentlich in erster Linie ein traditionelles Rauchgerät, wie es vor allem in Asien bzw. auf dem indischen Subkontinent weit verbreitet ist und weitgehend als rituelles Haschisch-Rauchrohr für die Sadhus diente bzw. bis in die heutige Zeit dient. Auch die Rastafari in der Karibik bedienen sich des Chillums für spirituelle Zwecke.

Vergleich mit üblichen Bong-Shillums

Beide Varianten – Chillums für Wasserpfeifen und die eigenständigen Rauchgeräte – weisen in etwa die gleiche Form auf: ein langes Rohr, das nach oben hin eine Art Füllkammer aufweist. Hiermit sind die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder weitestgehend erschöpft. Bongchillen sind wesentlich kleiner und meist,wie die Pfeifen selbst, aus Glas oder Aluminium gefertigt, wohingegen indische Chillen deutlich größer (bisweilen sogar bis zu einem halben Meter) sind und in den allermeisten Fällen aus Keramik oder Holz hergestellt wurden. Darüber hinaus ist diese Art von Chillum meist mit individuellen Schnitzereien oder Verzierungen versehen, was die Rauchgeräte teilweise auch zu beliebten Sammlerobjekten macht.


indisches Chillum aus Holz

Chillum für Glasbong

Rauchtechnik Chillum

Das Shillum zählt zu den etwas komplizierten Rauchgeräten. Dies ist zum einem mit der gewöhnungsbedürftigen Körperhaltung zu erklären: Das Chillum muss von oben an den Mund heran geführt werden, um den totalen oder partiellen Verlust der Füllung zu verhindern. Auf der anderen Seite erweist sich die fehlende Filterung als hustenreizfördernd, was zu einigen Übungsbedarf führt, bevor man die eigentliche Rauchwirkung des Chillums würdigen kann.

Ein Siebchen ist zur Nutzung eines Chillums unbedingt notwendig, da die Füllung ansonsten durchrutschen würde. Allerdings sind bei vielen erhältlichen Chillen kleine “Steine” oder Propfen dabei, die einen ähnlichen Dienst erfüllen und meist deutlich einfacher zu reinigen sind als normale Messing- oder Stahlsiebe.

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