Am 2. November wird im westamerikanischen Bundesstaat Kalifornien ein Volksbegehren der ungewöhnlichen Art durchgeführt. Wo in Deutschland bei durch solchen Abstimmungen zumeist Individualrechte eingeschränkt werden, bemühen sich die Amis, einer Forderung der jahrzehntealten Artnachzukommen: Der Legalisierung bzw. entkriminalisierung von weichen Drogen …sprich Cannabis.
Die Auseinandersetzungen darüber treiben allerdings eher seltsame (und nicht rauchbare) Blüten: Gerade die Hauptaktivisten sprechen sich gegen eine Annahme der Vorlage aus, da die Regelung ihrer Ansicht nach nicht weit genug geht und fordern von ihren Anhängern schlicht: “Wählt nicht”.
Die “Proposition 19″, so der offizielle Name des Antrags, beinhaltet im Kern das, was zahlreiche Hanfaktivisten weltweit fordern:
- Leglisierung des Besitzes für Erwachsene (in Kalifornien 21 Jahre). Der Entwurf spricht von knapp 30g pro Person, die straffrei bleiben sollen.
- Eigenanbau auf begrenzter Fläche (hier ca. 2,3m²)
Genau diese Einschränkungen treiben die Aktivisten auf die Palme. Laut Dennis Peron, einem der Sprecher der Gruppe, sollten die Raucher sich lieber “krank” melden, um
bei der medizinischen Abgabe von Cannabis ohne derartige Restriktionen auskommen zu müssen.
Eine Entkriminalisierung in breiten Gesellschaftskreisen dürfte eine derartiges Vorgehen jedoch nicht gerade unterstützen.
Das schreibt der Spiegel dazu
und auf englisch:
http://www.cannabisculture.com/v2/content/2010/10/01/Schwarzenegger-Signs-Bill-Reducing-Offense-Marijuana-Possession